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Neue Inszenierung 2016/17 in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche Rheinland: Luther.

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Heidi

Nach dem Roman von Johanna Spyri

Wer kennt es nicht, dieses berühmte Mädchen aus dem Roman von Johanna Spyri? Den Almöhi, den Ziegenpeter, die gelähmte Klara, das strenge Fräulein Rottenmeier? In 50 Sprachen wurde die Geschichte des Waisenmädchens Heidi übersetzt, immer wieder wurde sie neu verfilmt – Heidi ist längst zum Mythos geworden.

Zur Geschichte: Von ihrer Tante Dete wird das verängstige Kind abgeschoben auf die Alm ihres ihr unbekannten und grantigen Großvaters. Raus aus der Stadt, hoch in die Berge. Allen Befürchtungen zum Trotz nimmt der verbitterte alte Mann das Mädchen auf und lernt, es zärtlich zu lieben. Heidi verfügt trotz ihres eigenen harten Schicksals über die Fähigkeit, alle auf die sie trifft mit Freude zu erfüllen – egal ob Mensch oder Tier. Oben in den Bergen blüht sie auf, knüpft eine innige Freundschaft mit den Ziegenhütenden Peter und entdeckt die Natur. Sie ist zum ersten Mal in ihrem Leben richtig glücklich. Doch ihre Tante Dete holt sie bereits nach zwei Jahren zurück in die Stadt – gegen den Willen des Großvaters! Der Verlust ist groß, Heidi wird krank ...

Was hätte Charlie Chaplin bloß aus dieser Vorlage gemacht? Das N.N. Theater neue Volksbühne Köln stellt sich dieser Frage und wird dieses „Kindermelodrama“ in ihr eigener Weise neu bearbeiten. Schließlich findet man in diesem Stoff alles, was ein richtiges Melodrama ausmacht: Armut und Krankheit, das Böse und das Gute, Treue und Verrat … Mit Sinn für Humor und Tragik und mit viel Phantasie werden wir den heutigen Kindern diese alte Geschichte nahe bringen und sie für eine Stunde in eine andere Welt entführen. Natürlich wird auch in dieser Inszenierung die Musik eine tragende Rolle spielen. Und selbstverständlich schlüpfen die drei Schauspieler in wirklich sämtliche Rollen der Vorlage – auch in die der Ziegen!

Für Kinder ab 6 Jahren

Es spielen: Michl Thorbecke, Aischa-Lina Löbbert und Antje von Wrochem
Musik: Antje von Wrochem
Regie: Ute Kossmann
Kostüm: Claus Stump

Presse:

"Der Almöhi sieht gar furchterregend aus mit seinen riesigen Zähnen, der wilden Mähne und dem Bart. Heidi ist dagegen ein blitzsauberes achtjähriges Mädchen, Tante Dete eine propere Frau in den besten Jahren. Der Ziegenpeter ist ein Naturbursche wie aus dem Bilderbuch, Fräulein Rottenmeier eine frustrierte Jungfer: Michl Thorbecke, Aischa-Lina Löbbert und Antje von Wrochem verkörpern sämtliche Rollen in der Dramatisierung der 1880 bzw. 1881 erschienenen „Heidi“-Bücher von Johanna Spyri, – das N.N. Theater Neue Volksbühne Köln hat eine neue Theaterproduktion für Kinder ab sechs Jahren imBürgerhaus Kalk präsentiert. Die Berge werden über Leitern erklommen, aus dem Sessel von Almöhi wird bei entsprechender Gelegenheit ein Schlitten,mit dem Heidi und Peter ins Tal sausen, ein riesiges weißes Laken verwandelt die Kulisse in eine Schneelandschaft, an einer Wäscheleine baumeln Kleider. Es ist ein Bühnenbild, das sich flexibel sämtlichen Situationen anpasst, in denen sich das aufgeweckte Waisenkind bewähren muss (Bühne: Heiko Thurm). Wie die Geschichte es will, geht es ab nach Frankfurt zu Klara, der langweilig ist. Thorbecke mit blonder Perücke und weißem Wallkleid schraubt seine Stimme in die Höhe und lässt Heidi „es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“ nachsprechen: Eine Reminiszens an „My Fair Lady“ – und nur ein winziges Detail in der vor Regie-Einfällen nur so sprühenden Inszenierung von Ute Kossmann. Dabei habe sie sich weitgehend an die Romanvorlage gehalten und die fein gesponnenen Dialoge des Originals wörtlich übernommen. Mehr als sechs Wochen lang wurde geprobt. Herausgekommen ist eine von bravourös agierenden Schauspielern getragene Aufführung, die sich mit den arrivierten Stücken des N.N. Theaters für Erwachsene durchaus messen kann. „Die Arbeit war sehr aufwendig – so wie bei allen anderen Produktionen auch“, so Kossmann. Wobei der feine musikalische und geräuschintensive Klangteppich einen erheblichen Anteil am Gelingen hat: Antje von Wrochem kann nicht nur Gitarre und Banjo spielen, sie kann sogar Ziegen imitieren und singen wie ein Vöglein. So legt sich über die Szenerie ein poetischer Zauber, dem sich auch die kleinen Zuschauer nicht entziehen können: Es ist absolut still im Saal. Selbst den im leicht verständlichen Schweizer-Deutsch gesprochenen Dialogen folgt man offenbar mühelos. Aischa-Lina Löbbert hat sich die sprachlichen Nuancen mit Hilfe einer Schweizer Freundin angeeignet, Michl Thorbecke im Laufe seiner dreijährigen Ausbildung an der Schauspielschule Dimitri im Tessin. Wo genau das Trio das Jodeln gelernt hat, sei dahingestellt – es hört sich jedenfalls perfekt an. Genauso überzeugend wie Antje von Wrochem das Echo in den Bergen intoniert. Nach der Vorstellung antwortet die sechsjährige Paula auf die Frage, was ihr an dem Stück besonders gefallen habe: „Alles“. Damit ist – fast – alles gesagt." (Kölner Stadt-Anzeiger)